Warum fließt der Strom in Berlin im Tunnel?
Shownotes
Um Berlin von außen mit Strom zu versorgen, gibt es Kabel tief unter der Erde. Im Ostteil der Stadt ist seit den 1990er Jahren ein Tunnel in Betrieb, ein weiterer Abschnitt im Westteil der Stadt befindet sich gerade in Bau und wird eine Leitung aus den späten 1970er Jahren ersetzen.
Dieses Kabelsystem hat eine wichtige Rolle für die Stromversorgung der deutschen Hauptstadt. Ihre Entstehung und Entwicklung ist eng mit der besonderen historischen Situation Berlins als geteilte Stadt und mit den Anforderungen an Versorgungssicherheit unter außergewöhnlichen politischen Bedingungen verbunden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag West Berlin als Strom Insel mitten in der DDR. Die Stadt war vom westdeutschen Verbundnetz getrennt und musste ihre Elektrizitätsversorgung weitgehend autark sichern. Diese Insellage führte zu technisch wegweisenden Lösungen: Zwischen dem Kraftwerksstandort Reuter und dem Umspannwerk Mitte wurde 1978 erstmals weltweit ein erdverlegtes 380 kV Höchstspannungskabel in Betrieb genommen, das weitgehend dem Straßenverlauf folgt und in mehreren Metern Tiefe verlegt wurde.
Unabhängig davon entwickelte sich im Osten Berlins ein eigenes Stromnetz, das in das Höchstspannungsnetz der DDR integriert und daran angeschlossen war. Nach der Wiedervereinigung musste die zuvor getrennte Infrastruktur zusammengeführt werden. Ende der 1990er Jahre wurde ein begehbarer Kabeltunnel tief unter anderen Kabel- und Rohrsystemen wie Fernwärme oder Gasnetzen zwischen den Umspannwerken Marzahn, Friedrichshain und Mitte realisiert. Damit entstand erstmals eine durchgängige Höchstspannungsleitung zwischen Ost und West quer durch die Stadt - die Kabeldiagonale Berlin.
Heute unterquert die Kabeldiagonale Berlin über rund 20 Kilometer vom Westen bis in den Osten die Stadt. Der zu erwartende steigende Strombedarf macht jedoch eine weitere Verstärkung nötig. Berlin wächst, die Elektrifizierung nimmt zu unter anderem durch Rechenzentren, und die letzten Kohlekraftwerke sollen auch Anfang der 2030er Jahre vom Netz gehen. Aktuell wird daher ein Teil des historischen West Abschnitts komplett erneuert.
Der Ersatz erfolgt über einen rund 6,7 Kilometer langen begehbaren Tunnel, der in 20 bis 30 Metern Tiefe unter dicht bebauten Stadtteilen verläuft. Der Tunnel hat einen Innendurchmesser von drei Metern und bietet ausreichend Raum für zwei Kabelsysteme. Die Trasse wird abschnittsweise unterteilt und durch vier Schachtbauwerke erschlossen. Diese Schächte dienen der Logistik, Belüftung, Sicherheit und späteren Wartung.
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2020, der eigentliche Tunnelvortrieb wurde nach rund zweieinhalb Jahren im Juni 2025 abgeschlossen, als die Tunnelbohrmaschine das Umspannwerk Mitte erreichte. Der Ausbau des Tunnels mit Kabeln, technischer Ausrüstung und Sicherheitssystemen läuft weiter bis zur vollständigen Inbetriebnahme in wenigen Jahren.
Zusammen mit dem bestehenden Tunnel im Ostteil der Stadt entsteht so ein durchgängiges Stromsystem für Berlin, das über mehrere Umspannwerke mit dem Verteilnetz verknüpft ist und den Strom über die einzelnen Stadtteile bis in jeden Haushalt transportiert.
Doch damit nicht genug. Derzeit laufen die Planungs- und Genehmigungsverfahren für drei weiteren Tunnelprojekte an, um Umspannwerke im Stadtgebiet durch leistungsstarke Stromleitungen miteinander zu verknüpfen.
In dieser Podcast-Folge sprechen Bianca Prohl, Fachgebietsleiterin Netzverstärkung und Britta Petersen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung von 50Hertz über diese Berliner Besonderheiten und welche Herausforderungen des Verlegen von Kabel in so großer Tiefe mit sich bringt.
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00:00:02:
00:00:17: Herzlich willkommen bei einer weiteren Folge Strom zum Anfassen.
00:00:20: Heute spreche ich erneut über das Thema Bauern, Ich hatte es bereits angekündigt in der letzten Folge.
00:00:24: Da ging es um die großen Gleichstrombaustellen Die sogenannten Stromautobaden vom Norden in den Süden also quer durch Deutschland gewissermaßen.
00:00:32: Und diese Gleichstromleitung, die werden ja nach aktueller Gesetzeslage unterirdisch verlegt in Kabelgräben in relativ geringer Tiefe.
00:00:40: Das kann man mit Baggern ausheben.
00:00:41: ab und zu müssen Straßenflüsse oder Eisenbahnlinien unterquert werden.
00:00:45: Dann kommt überwiegend dieses Horizontalspülbohrverfahren zum Einsatz.
00:00:49: Oder es werden kleine Tunnel mit kleinem Querschnitt gebaut.
00:00:52: darüber habe ich beim letzten Mal gesprochen.
00:00:54: Bei den Bauwerken, über die ich heute mit zwei Expertinnen von fünfzig Hertz sprich ist das aber anders und sie befinden sich mitten in Berlin.
00:01:02: Um die deutsche Hauptstadt mit Strom zu versorgen, und zwar überwiegend von außen gibt es Tunnel tief unter der Erde, in denen Kabelsysteme verlegt sind.
00:01:11: Und einer dieser Tunnels seit vielen Jahren in Betrieb ein weiterer befindet sich gerade im Bau und mehrere weitere gehen demnächst in das Genehmigungs- und Planungsverfahren oder umgekehrt Planungs-.
00:01:23: Ich freue mich darüber jetzt mit zwei Kollegen entsprechen zu können.
00:01:26: Ich begrüße ganz herzlich Britta Petersen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung von Fünfzig Hertz und Bianca Prohl, sie ist als Fachgebietsleiterin Netzverstärkung für die neuen Tunnelbauprojekte zuständig.
00:01:37: Herzlich willkommen!
00:01:39: Ihr seid schon mit Kaffeetassen ausgestattet es wird also ein gemütliches Bläustchen werden hier.
00:01:44: Zunächst mal Frage an dich Bianca was ist eigentlich dein beruflicher Hintergrund wenn ich richtig informiert bin bis du keine Elektroingenieuren?
00:01:51: Das ist richtig, ich bin Bauingenieurin.
00:01:53: Und da bist
00:01:54: du zu Fünfzig-Jahrz gekommen?
00:01:56: Hat man deinen Fehler gemacht oder war das ganz bewusste Entscheidung?
00:01:59: Das
00:01:59: war eine sehr bewusster Entscheidung und ich habe sie auch nicht bereut.
00:02:03: so spannende Projekte darf man glaube ich nur einmal im Leben machen.
00:02:08: Interessierst du dich mehr für Elektronen oder doch mehr für den Beton?
00:02:12: Als Bauingenieurin interessiere ich mich natürlich mehr für dem Beton.
00:02:15: Ich glaube es ist klar aber... Die Elektronen werden unsere Mieter, das heißt sie sind hinterher sehr maßgeblich und deshalb natürlich für mich auch spannend.
00:02:23: Also du musstest dich dann eben jetzt auch schon intensiv mit Kabeln- und Elektrotechnik beschäftigen?
00:02:28: Absolut!
00:02:29: Aber wir haben zum Glück ein großes Team von Experten die mich da unterstützen und damit darf ich auch viel über Elektron lernen.
00:02:36: Ja Britta, du bist ja für die Öffentlichkeitsbeteiligung zuständig.
00:02:40: beim letzten mal hatte ich ja auch Kollegen von dir zu Gast.
00:02:44: Der Netzausbau betrifft ja bei uns eher so die ländlichen Regionen.
00:02:49: Da gibt es hier und da Dörfer, Kleinstädte
00:02:52: usw.,
00:02:53: Freileitungen, die gibt's ja in der Innenstadt auch nicht.
00:02:56: Kabeltrassen werden auch nicht in offener Bauweise hier in Berlin gebuddelt weil das gar nicht möglich ist.
00:03:01: was heißt eigentlich Öffentlichkeitsbeteiligung einer Großstadt mit einer Bevölkerung für die Baustellen und Verkehrseinschränkungen ganz normaler Alltag ist.
00:03:10: Also ich wohne ja auch in Berlin, wenn bei mir mal wieder die Straße aufgebuddelt wird, sage ich okay es halt so in zwei Monaten kommen die Wasserbetriebe und buddeln wieder auf.
00:03:20: da hat man sich in unserer Großstadt ja eigentlich dran gewöhnt.
00:03:23: aber das ist glaube ich schon wichtig die Öffentlichkeit die Bevölkerung da auch mitzunehmen.
00:03:28: Ja, also es gibt die, die sich tatsächlich daran gewöhnt haben an Verkehrswege.
00:03:34: Die länger sind oder wo man umfahren muss oder nicht mehr parken kann.
00:03:39: Es gibt aber auch eine größere Sensibilität zum Teil gerade was die Häufigkeit an aufgerissenen Straßen- oder Baustellen auch Verdichtung von hohen Blöcken und so weiter oder vom Straßenbild.
00:03:52: Der Tunnelbau wird die Berlinerinnen und Berliner ja auch gar nicht betreffen.
00:03:56: Es geht eher darum, an den Stellen wo die Maschine quasi in die Erde gelassen werden muss also tief runter muss diese genannten Schächte, die dann tatsächlich oberirdisch als Baustelle zu finden sind und da geht es um die Öffentlichkeitsbeteiligung zu schauen.
00:04:13: bekommen wir da gut durch und für alle mit so wenig Schmerzen möglichen.
00:04:19: Ja, bevor wir jetzt gemeinsam akustisch zumindest in den Berliner Untergrund hinabsteigen kommt hier erst einmal die Einstimmung.
00:04:26: Was ist eigentlich die Kabeldiagonale Berlin?
00:04:28: Mein KI-Assistenz Scotty hat da etwas für uns vorbereitet.
00:04:32: allerdings habe ich ihm etwas helfen müssen diesmal weil er es so ganz allein nicht auf die Reihe gekriegt hat.
00:04:43: Die Berliner Kabel Diagonale hat eine wichtige Rolle für die Stromversorgung der deutschen Hauptstadt.
00:04:48: Ihre Entstehung und Entwicklung ist eng mit der besonderen historischen Situation Berlins als geteilte Stadt, und mit den Anforderungen an Versorgungssicherheit unter außergewöhnlichen politischen Bedingungen verbunden.
00:05:00: Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Westberlin als Strominsel mitten in der DDR.
00:05:05: Die Stadt war vom westdeutschen Verbundnetz getrennt und musste ihre Elektrizitätsversorgung weitgehend autark sichern.
00:05:12: Diese Inseller geführte in den Neunzehn-Siebzig erjahren zu technisch wegweisenden Lösungen.
00:05:17: Zwischen dem Kraftwerk-Standort Reuter und dem Umspannwerk Mitte wurde in der Erdverlegten Weltweite ein erdferlichtes KV Höchstspannungskabel in Betrieb genommen.
00:05:29: Es kam dabei ein Einleiterölkabelsystem zum Einsatz, das Wasser gekühlt war.
00:05:34: Unabhängig davon entwickelte sich im Osten Berlins ein eigenes Stromnetz, das in das Höchsspannungsnetz der DDR integriert und daran angeschlossen.
00:05:44: Nach der Wiedervereinigung musste die zuvor getrennte Infrastruktur zusammengeführt werden.
00:05:50: Ende der Ninzeneunzig-Erjahre wurde ein begehbarer Kabelturnitiv unter anderem Kabel und Rohrsystemen wie Fernwärme oder Gasnetze zwischen den Umspannwerkenmarsan, Friedrichshain und Mitte realisiert.
00:06:02: Damit entstand erstmals eine durchgängige Höchstspannungslötung zwischen Ost und West quer durch die Stadt – die kabeldiagonale Berlin.
00:06:10: Heute unterquert die Kabeldiagonale Berlin über rund zwanzig Kilometer vom Westen bis in den Osten Die Stadt.
00:06:16: Der zu erwartende steigende Strombedarf macht jedoch eine weitere Verstärkung nötig.
00:06:22: Berlin wächst, die Elektrifizierung nimmt zu u. a. durch Rechenzentren und die letzten Kohlekraftwerke sollen auch Anfang der Zwei-Tausenddreißiger Jahre vom Netz gehen.
00:06:32: Aktuell wird daher ein Teil des historischen Westabschnitts komplett erneuert.
00:06:37: Der Ersatz erfolgt über einen rund sechs Kommasiven Kilometer langen begehbaren Tunnel, der in zwanzig bis dreißig Metern Tiefe unter Dicht bebauten Stadtteilen verläuft.
00:06:46: Der Tunnel hat einen Innendurchmesser von drei Metern und bietet ausreichend Raum für Zweikabel-Systeme.
00:06:52: Die Trasse wird abschnittsweise unterteilt und durch vier Schachtbauerwerke erschlossen.
00:06:57: Diese Schechte dienen der Logistik, Belüftung, Sicherheit und späteren Wartung.
00:07:02: die Bauarbeiten begannen im Jahr.
00:07:05: Der eigentliche Tunnelvortrieb wurde nach rund zweieinhalb Jahren im Juni-Zweitausendfünfundzwanzig abgeschlossen, als die Tunnebaomaschine das Umspannwerk Mitte erreichte.
00:07:15: Der Ausbau des Tunnels mit Kabeln, technische Ausrüstung und Sicherheitssystemen läuft weiter bis zur vollständigen Inbetriebnahme in wenigen Jahren.
00:07:24: Zusammen mit dem bestehenden Tunnel im Ostteil der Stadt entsteht so ein durchgängiges Stromsystem für Berlin dass über mehrere Umspannwerke mit dem Verteilnetz verknüpft ist und den Strom über die einzelnen Stadtteile bis in jeden Haushalt transportiert.
00:07:42: Ja, so weiter.
00:07:43: Überblick.
00:07:43: Berlin wächst ja seit einigen Jahren Die man jetzt.
00:07:47: Decarbonisierung der Wärmeversorgung also unser Fernwärmer soll grün werden auch eben Mit grüner Energie versorgt werden.
00:07:54: wir werden mehr Elektromilität erleben Digitalisierung großes Thema.
00:07:59: es werden in Berlin auch Rechenzentren gebaut Und viele Faktoren werden dazu führen, dass fünfzig Hertz hier weitere Höchstspannungsleitungen bauen muss um die Versorgung auch in Zukunft für die Hauptstadt zu sichern.
00:08:11: Jetzt gehen wir mal ein bisschen tiefer unter die Erde und schauen uns diese Tonne mal an.
00:08:16: Die erste Frage, die sich da natürlich aufdrängt, warum müssen wir eigentlich so tief unter die Erde gehen?
00:08:22: Bianca, zwanzig dreißig Meter kann man das nicht wie bei einer Wasserleitung oder wie eine Gasleitung drei vier Meter unter der Erde machen.
00:08:31: Theoretisch kann man natürlich alles machen.
00:08:34: Praktisch haben wir eben schon über die Einschränkungen gesprochen, wie durch unsere Baustellen immer mal wieder entstehen können.
00:08:41: Wenn wir das Ganze jetzt so flach unter der Oberfläche einbuddeln wollten würde das heißen?
00:08:47: Wir müssten ganz großflächig Straßenzüge sperren Leitungen umverlegen und so weiter.
00:08:53: also das würde massiver Einschrankung bedeuten teilweise technisch auch möglicherweise gar nicht gehen.
00:08:59: Wir haben natürlich auch U-Bahn und verschiedene andere Infrastrukturmaßnahmen, die uns da am Weg wären.
00:09:06: Dementsprechend drängt sich auf möglichst tief in den Untergrund zu gehen, um potenzielle Setzungen oder Bewegung an der Oberfläche zu vermeiden.
00:09:16: Also nach Sachs quasi?
00:09:19: Genau!
00:09:19: Und desto tiefer man geht, desto setzungsarmer wird man.
00:09:22: Dadurch dass wir so tief sind bekommen wir das so hin... wie bei der Kabeldiagonale, die gerade im Bau ist.
00:09:28: Dass man es an der Oberfläche praktisch überhaupt nicht merkt, dass sich da grade was unter der Stadt durchbuddelt.
00:09:34: Diese zwanzig dreißig Meter sind wir quasi unter allen anderen.
00:09:38: oder gibt's noch welche, die in der Etage unter uns sind?
00:09:41: Wir sind
00:09:44: am tiefsten gesunken!
00:09:46: Genau ich weiß immer nicht ob das ein Aushängeschild für fünfzig Hertzes aber
00:09:50: wir sind die tiefsten.
00:09:51: Zumindest bis hier.
00:09:53: Tunnelbau kennt man ja so aus dem Alpen.
00:09:56: Da fährt man mit dem Auto durch oder mit einem Zug.
00:09:59: In so einer Großstadt kennt man den Tunnelbau vom U-Bahn-Bau, das dauert manchmal sehr lange.
00:10:06: Wie machen wir denn?
00:10:07: Das ist ähnlich wie beim U-bahn-Tunnelbau.
00:10:10: Wie muss man sich das vorstellen?
00:10:11: Wie wieder so zwanzig, dreißig Meter unter der Erde ein Tunnelbauen.
00:10:16: Es kommt ein bisschen auf die U- Bahn-Baustelle an.
00:10:18: ob es vergleichbar ist ehrlicherweise da würde ich jetzt nur bedingt Bezug drauf nehmen.
00:10:23: Wir bauen mit dem Tunnelvortrieb, mit einem Schild-Vortrieb.
00:10:27: Das heißt man kann sich das vorstellen dass wir Schächte brauchen.
00:10:31: also wir bauen quasi große Baugrungen die sehr tief sind.
00:10:34: über diese Schächten lassen wer die Tunnel Vortriebsmaschine in den Untergrund also im zwanzig dreißig vielleicht sogar vierzig Meter tiefer die sich dann horizontal im Untergrund voran arbeitet und langsam wie ein kleiner Maulwurf unter der Stadt durch buddelt Genau.
00:10:53: Und um natürlich technisch da auch die ganze Versorgung sicherstellen zu können, Rettungswege sicherstellend zu können werden wir alle vier bis fünf Kilometer Schächter haben, um die versorgen sicherzustellen oder auch um Personal rausholen zu können.
00:11:10: Ja und so geriebt es sich genau im Notfall.
00:11:13: aber wir müssen natürlich auch für Lüftungssorge da unten kann sich das vorstellen ein Untertagebau Da ist in der Regel wenig Luft, also müssen wir da auf eine Zirkulation sorgen können.
00:11:24: Genau das sind alles...
00:11:25: So ne Tunnelvortriebsmaschine, das hier jetzt nicht so ein Bohrer wie drei Meter lang ist, das ist ja so ein riesengroßes Teil indem alles drin ist quasi wie so einen Zug unter der Erde.
00:11:38: Wie kommt er überhaupt durch diesen Schacht darein?
00:11:41: Wird die gesamte Schlange da irgendwie runter gelassen?
00:11:43: oder wie muss man sich das vorstellen?
00:11:44: Tatsächlich wird ein Einzelteile runtergehoben und unten dann Stück für Stück zusammengebaut, bis der gesamte Zug, will ich ihn jetzt mal nennen.
00:11:52: Dann vollständig nach und nach in den Tunnel beschoben wird.
00:11:56: Der arbeitet sich also vor, dementsprechend groß müssen die Schächte auch sein damit überhaupt diese Einzel Teile runter gehoben werden können.
00:12:04: Und erstmal der Vortrieb, also muss ich vorstellen vorne ist so eine Art Schneidrad wie sich dann durchfräst durch den Untergrund.
00:12:11: Da sitzt in der Maschine auch so ein Pilot drin.
00:12:13: das wird ja nicht fern gesteuert sondern da ist er richtig so eine Besatzung anbauten
00:12:18: Da sitzen tatsächlich Arbeiter drin.
00:12:20: Das ist auch ein sehr herausfordernder Job, die das Ganze dann steuern und unter Kontrolle halten müssen, dass wir in die richtige Richtung kommen, in der richtigen Tiefe bleiben, dass das Gerät ordentlich gewartet wird und gepflegt wird.
00:12:32: Weil man natürlich auch dazu immer nur alle paar Kilometer die Chance hat, nicht wahr?
00:12:36: Und wenn die Bord da durch ist ja Bohrmaterial, das wird dann wie raus transportiert nach hinten weg
00:12:45: Genau, das wird nach hinten weg über den Startschacht zurückgebracht.
00:12:48: Über ein Förderband wird dann beziehungsweise über die Suspension.
00:12:52: also man muss sich vorstellen ist immer gar nicht so einfach das zu erklären.
00:12:56: aber in der Tiefe haben wir natürlich Grundwasser und Grundwasser oder Wasser an sich hat ja einen gewissen Druck.
00:13:03: desto tiefer ich bin desto höher ist der der Wasserdruck.
00:13:06: Und wenn ich gegen den bohren möchte dann brauche ich ein Gegendruck.
00:13:10: Das funktioniert.
00:13:11: das heißt wer?
00:13:12: Wir haben am Schild eine Art Suspensionsflüssigkeit, die dann einen Stützdruck aufrecht erhält.
00:13:20: Und alles was wir raus bohren an Material das kommt dann über ein Förderband beziehungsweise über Rohre wird es nach oben gepumpt und da wird's dann über eine separationsanlage wieder getrennt also Suspensionen und Erdmaterial aus dem Material.
00:13:36: Dann wird zwischen gelagert und dann irgendwo ins oberland verschafft zu speziellen Sammelplätzen Auf.
00:13:43: wieder wird ja wieder genutzt dieses Material, was aus dem Berliner Untergrund kommt.
00:13:47: Genau!
00:13:48: Ich merke du bist ein Fachmann?
00:13:49: Nee ich
00:13:49: war da mal vor Ort.
00:13:50: Du hast dich schon mal mitgeschältigt... Pseudofachmann!
00:13:53: Ja aber es ist spannend, genau das ist ja ein Thema mit dem sich noch nicht jeder beschäftigt hat und deshalb ist das durchaus interessant.
00:14:01: Wir werden das Erdmaterial oder wir müssen das Erdematerial jedes Mal auf bestimmte Haufwerke bringen, die dürfen auch eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
00:14:09: Da gibt es sehr strikte Regelungen in Berlin oder an Deutschland weit, wie man damit umgeht.
00:14:14: Es wird auch wirklich beprobt?
00:14:16: Also alles was rausgeholt
00:14:18: wird?
00:14:18: Genau das wird dann beprobt analysiert und mit den Ergebnissen wird dann mit der Behörde abgestimmt.
00:14:23: Was heißt das?
00:14:24: Was können wir mit dem Material machen?
00:14:26: Können wir das wieder verwenden?
00:14:27: Gibt es in Teilbereichen auch etwas, was wirklich entsorgt werden muss?
00:14:31: Auch das ist ja in Berlin nicht unüblich, also gerade wenn wir Schächte herstellen.
00:14:35: Also an der Oberfläche die ersten Meter ausheben muss man mit Auffüllung rechnen.
00:14:40: da findet man alte Substanzen, alte Autos alles was früher so einfach
00:14:47: verbuddelt oder mehr.
00:14:50: Aber in der Tiefe ganz unten ist er relativ.
00:14:53: nicht nur relativ sondern es sehr sauberes Material aber ist schon interessant wenn die Maschine arbeitet.
00:14:58: dass ist ein kontinuierlicher Strom von Material, der über das Förderband kommt auf diesen großen Haufen und dann kommen eben regelmäßig die LKWs um das Zeug abzutransportieren.
00:15:10: Genau!
00:15:10: Das ist auch eine große Aufgabe zu koordinieren und sich zu überlegen wie können wir das überhaupt in Berlin gewährleisten?
00:15:17: Berlin ist auf Sand gebaut sagt man glaube ich also dass es ja jetzt ein Untergrund ist ja nicht so besonders stabil.
00:15:22: wenn jetzt diese Tunnelvortriebsmaschine da durchbohrt Wie wird denn dieser Tunnel abgestitzt.
00:15:29: Das ist ja wahrscheinlich nicht so wie im Bergbaumuseum, wo dann irgendwelche Holzstämme da so eingezogen werden.
00:15:35: Sondern das läuft ja anscheinend ein bisschen anders, ne?
00:15:39: Genau wir arbeiten mit Tübingen.
00:15:42: länd sich das also.
00:15:42: das sind Betonschalen die praktisch alle ich sag mal einen Meter zwanzig anderthalb Meter wird immer so'n Ring gesetzt.
00:15:51: es heißt jedes Mal wenn die Maschine den Weg gebohrt hat wird sofort in dem Moment unter dem Stützdruck noch der Betonring oder der Tübing gesetzt, sobald die Maschine vorwärts fährt.
00:16:02: Der Hohlraum, der geschaffen ist sofort abgestützt und vom Rohbau her fertig ist.
00:16:08: Das heißt da passiert im Untergrund nichts.
00:16:11: Deshalb sagt man dazu aus Ersetzungsharme Methode weil man praktisch sofort ersetzt statisch was man rausgenommen hat.
00:16:18: Ich hatte ja vorhin schon erwähnt wir kennen ja Tunnel oftmals eben von den Alpen.
00:16:22: Da ist es so hartes Gestein irgendwie Granit Und hier ist alles Sand.
00:16:26: Ist das eigentlich schwieriger oder leichter, wenn man durch so einen fluffigen Untergrund geht?
00:16:31: Spannende Frage.
00:16:32: Wag ich mir gar nicht so konkret was zu sagen...
00:16:35: Beides schwierig!
00:16:36: Ich glaube es hat bürgt beides Herausforderungen in verschiedenen Aspekten und hinterher ist Berlin natürlich auch nicht nur aufs Sand gebaut.
00:16:45: Es gibt auch noch ein paar andere Schichten.
00:16:47: Ja okay!
00:16:48: Es gibt eine Geschiebemärgel, es gibt teilweise Tonen oder in Berlin sagt man Muddeschichten.
00:16:53: Das ist dann eher so ein vertoniger Boden.
00:16:56: Das heißt, man hat schon auch eine gewisse Mischung, die dann die Anlage oder die Tunnel-Vortriebsmaschine ausgelegt werden muss.
00:17:04: Damit man da vernünftig durchkommen kann.
00:17:06: Das sind Dinge, die untersuchen wir in den frühen Planungsphasen.
00:17:11: Da wird genau von den verschiedenen Ingenieuren und Planern hingeguckt wie legen wir ein Schneidrad raus?
00:17:17: Wie wird die Maschine ausgelegt?
00:17:18: Wie viel Wasserdruck muss da hin damit das funktionieren kann?
00:17:23: Hinterher beim Granit ähnliche Themen geben, wobei da dann wahrscheinlich der Verschleiß eher ein Thema ist.
00:17:30: Genau.
00:17:31: Britta jetzt senkt man ja gut, man ist so tief unter der Erde das stört ja keinen.
00:17:36: Ich meine, so tief hat keiner einen Keller.
00:17:38: Wir haben es schon gehört die U-Bahn ist nicht da, die Gasleitung sind nicht.
00:17:41: da könnte man ja denken prima muss man eigentlich niemanden um Erlaubnis fragen.
00:17:48: aber das ist glaube ich nicht so ne?
00:17:49: Nee, das ist ganz und gar nicht so.
00:17:51: Also jedes Grundstück was mir ja an der Erdoberfläche gehört, gehört mir bis zum Mittelpunkt der Erde auch wenn es dann sehr klein ist... Interessant!
00:17:59: Weiß ich jeder.
00:18:01: Wichtige Informationen.
00:18:04: Und da müssen wir als Unternehmen, wenn wir Grundstücke unterfragen, ist völlig egal ob das öffentliche Grundstücken sind oder eben Privatgrundstücke uns mit dem Eigentümer auseinandersetzen und bei den Privateigentümern eine sogenannte Dienstbarkeit eintragen lassen, dass
00:18:24: wir das
00:18:24: dürfen.
00:18:25: Und natürlich gibt es auch Grundstücke wo vielleicht in Berlin noch nichts drauf steht oder etwas aufsteht was möglicherweise um- oder abgebaut und wieder neu gebaut werden soll.
00:18:38: Da gibt's natürlich schon auch Fragen wie tiefe Tiefgaragen kann ich denn?
00:18:44: zum Beispiel bauen.
00:18:45: Wann komme ich denn an den Schutzbereich von dem Tunnel, zum Beispiel ran?
00:18:49: Das sind so Sachen die natürlich gefragt werden und wo dann eben die ganzen Fachkolleginnen sich auch auseinandersetzen.
00:18:58: Und wie Bianca schon sagte wir sind so tief unter der Erde dass kein Konflikt bisher Sehen oder gehabt haben weil in so tiefer Tiefe eben auch keine Gebäude mehr in der Form errichtet werden.
00:19:13: aber
00:19:13: Fragen oder Genehmigungen.
00:19:15: Genau,
00:19:15: und sprechen müssen wir auf alle Fälle drüber?
00:19:19: Und es gibt auch noch neue Herausforderung.
00:19:22: Wir sind in einem Zeitalter unterwegs, wo wir alle versuchen, nachhaltiger zu machen.
00:19:27: Ja!
00:19:28: Und auch Berlin treibt da natürlich vieles um unter anderem zum Beispiel die Tiefen-Geothermie.
00:19:33: Das heißt das sind natürlich auch Schnittstellen, die wir jetzt in frühen Phasen abstimmen müssen.
00:19:37: Um zu schauen kommen wir uns da irgendwie ins Gehege.
00:19:40: Besser ist es dass wir nicht ins Geh gekommen.
00:19:43: Das heißt, man hat es nicht nur mit den Grundstückseigentümern zu tun.
00:19:46: Sondern natürlich auch ...
00:19:48: Mit Kollegen und anderen Infrastrukturen.
00:19:50: Genau!
00:19:51: Wenn wir noch mal
00:19:51: gucken, Stadtland, ne?
00:19:52: Wenn wir jetzt so eine Freileitung oder ein Erdkabel in ländlichen Gebieten haben, hat man's ja manchmal mit Grundstücks-Eigentümer Landwirten oder so zu tun... Also die haben eine Fläche, die reicht fast bis zum Horizont im Idealfall, oder?
00:20:06: Also sind sehr große Grundstücke, hat man es dann auch nicht mit ganz so vielen Grundstückseigentümern oder Grundstücksnutzern zu tun.
00:20:13: Berlin ist alles total kleinteilig.
00:20:15: Das ist ja eine richtig mühsame Arbeit.
00:20:18: Erstmal muss man die Eigentümer alle bekommen, dann vom
00:20:22: Passenamt?
00:20:23: Man muss wissen wenn man auf den Grundstücken antrifft
00:20:28: und auf
00:20:28: dem Land was gerade gesagt irgendwie viel Fläche und hier ist wenig Fläche dafür aber in die Höhe gebaut.
00:20:35: Wir haben ja auch diverse Eigentümergemeinschaften, zum Beispiel wenn es darum geht dass Häuser mit Eigentumswohnungen gestückt sind.
00:20:45: Da müssen wir auch...
00:20:46: Dann müsst ihr dann mit den Eigentühmergemeinenschaften reden oder ich meine in Berlin ist ja auch so.
00:20:50: manche Mieter wissen ja nicht mal wer Firmeter isst ne?
00:20:53: Weil die irgendwo auf irgendwelchen Steuerspar-Paradiesen ihren Hauptsitz haben.
00:20:59: wie kommen wir denn an die ran?
00:21:00: Das ist teilweise wirklich eine Sisyphusarbeit.
00:21:05: Die Kollegen von den Liegenschaften müssen da tatsächlich auch teilweise Sherlock Holmes-Mitze aufsetzen, um überhaupt rauszufinden wo die Eigentümer leben.
00:21:17: also das ist tatsächlich auf der ganzen Welt zum Teil verstreut.
00:21:22: und Die Einträge in den Unterlagen die wir haben, also das vorhin gesagt Digitalisierung ja plus die geht halt auch schleppend voran und die Daten sind teilweise nicht aktuell.
00:21:33: Und dann schreibst du und schreib zu Du brauchst eben auch die Zustimmung.
00:21:39: Du findest aber den Eigentümer nicht.
00:21:41: und bei dem Abschnitt der Kabel-Diagonale über den wir auch vorhin gesprochen haben Wir sind jetzt tatsächlich mit dem Tunnelbau fertig müssen jetzt eben noch die Kabel einziehen und so weiter.
00:21:53: Aber auch da hat sich das sehr lange hingestreckt, bis wir alle Allentümer hatten Und Gott sei Dank hat sich nicht so überschnitten dass wir keine Genehmigung hatten ich trotzdem drunter durchgefahren ist.
00:22:05: es hat bis ich ausgegangen aber das war an viele Jahre Arbeit tatsächlich.
00:22:09: Am Ende des Tages haben wir ja wahrscheinlich irgendwelche Zwangsmittel.
00:22:12: Wir müssen nicht bis zum sagen Nimmerleinstag hinterher laufen.
00:22:16: irgendwann Können wir da auch mal so eine Zwangsvollstreckung oder wie immer das heißt einleiten?
00:22:21: Ja, es gibt ... Das ist ein Wort.
00:22:25: Ich liebe das sehr nicht gerne.
00:22:27: Das heißt also Entreignungsfall aber eigentlich geht's darum...
00:22:31: Es wird ja nicht
00:22:31: nur eine Nutzung.
00:22:32: Es geht um eine Nuzungseinweisung sozusagen und ehrlich gesagt dann müsste ich bei den Kollegen aus der Rechtsabteilung nachfragen ob man das machen kann ohne dass derjenige dem es gehört da ist tatsächlich.
00:22:45: Wir haben in dem Abschnitt tatsächlich alle Eigentümer identifizieren können.
00:22:51: Das sind ja Tausende?
00:22:53: Ja, ne nicht tausende aber es sind halt bei Gemeinschaften teilweise dann eben auch mandatiert haben dass sie ein Sprecher haben fürs Haus oder für die Gemeinschaft damit nicht fünffünfzig Parteien mit uns reden sondern eben drei die stellvertretend sind für die Wuneigentümagemeinschaft beispielsweise Und das hilft natürlich auch.
00:23:16: Also nicht nur uns, sondern auch der Untereigentümergemeinschaft.
00:23:21: Aber es betrifft wirklich nur diesen Bereich unter den Grundstücken?
00:23:24: Da gibt's nicht noch so ein Schutzbereich zu rechts und links, dass man die ja auch noch fragen muss.
00:23:28: Also letztendlich so keideförmig muss man sich das... Na
00:23:31: doch!
00:23:31: Der Schutzbereich ist schon auch
00:23:33: ein Bereich,
00:23:34: der damit reinspielt.
00:23:35: Ja.
00:23:36: Und du hattest vorhin schon dieses Problem bei Tiefgaragen dann erwähnt.
00:23:40: Das heißt in solchen Fällen muss man mit den Eigentümern verhandeln oder Potenzialen Bauherren sagen, okay bis drei Stockwerke unter der Erde könnte die Parkarage bauen.
00:23:50: Aber vier das funktioniert dann nicht mehr.
00:23:52: da gibt es ein Problem mit uns.
00:23:55: Du hast Bianca das Thema Geothermie erwähnt in Berlin.
00:23:59: Das ist ja schwieriges Thema war auch Jahre jahrelang ehrlicherweise tabu muss man sagen.
00:24:07: Es gab mal so schon Anläufe der Gasegma, so geothermische Tiefenuntersuchung zu machen ist das wieder gestorben.
00:24:14: Aber jetzt ein akutes Thema für die Berliner Wärmeversorgung.
00:24:18: inwieweit könnte das zum Problem werden?
00:24:21: Inwieweit gibt es da so Konkurrenzen zu unseren Tunnelvorhaben?
00:24:25: Die werden ja diese Sonnen dann nicht direkt im gleichen Verlauf des Tunnels errichten wollen.
00:24:31: Also ich glaube von echter Konkurrence oder also die Herausforderung hinterher, dass wir unsere Planung natürlich synchronisieren müssen.
00:24:38: Dass wir miteinander sprechen.
00:24:41: Das tun wir da sind wir sehr intensiv im Austausch das ist dahinter her nicht wirklich in der Ausführung zu irgendwelchen größeren Themen kommen kann.
00:24:50: aber man muss miteinander reden.
00:24:51: Man muss es auf dem Schirm haben und das ist einer von vielen Partnern die uns auch in der technischen Planung begleiten.
00:24:58: ich glaube so kann man das ein bisschen abschichten Inwiefern und wie intensiv das dann jetzt tatsächlich auch umgesetzt wird in Berlin.
00:25:06: Wir müssen glaube ich andere entscheiden und beurteilen.
00:25:09: Genau, wir haben den Blick darauf dass wir mit unserem Tunnel da Gerland dran vorbeifahren können.
00:25:16: Das ist für uns erstmal der Rahmen.
00:25:17: Bleiben
00:25:18: wir nochmal bei dem Bauprojekt was jetzt sich sozusagen also bei dem was sich im Bau befindet wo wir den Tunnelvortrieb abgeschlossen haben Also das Bauwerk an sich steht.
00:25:29: Welches sind die nächsten Schritte die da erfolgen müssen?
00:25:32: Bei dieser Kabeldiagonale, die momentan von Rudolf-Selbrücke, das ist da also an der Stadtautobahn bis hin zum Umspannwerk Mitte.
00:25:40: Das ist in der Nähe vom Potsdamer Platz, ungefähr sieben Kilometer.
00:25:45: Was sind die Arbeiten, die da jetzt anstehen aktuell aber auch noch in den nächsten Jahren bis zur Inbetriebnahme?
00:25:51: Das ist eine Frage, die Britta wahrscheinlich noch viel besser als ich beurteilen kann.
00:25:56: Weil sie auch keine Elektroingenieure
00:26:00: sind.
00:26:00: Aber weil sie enger am Projekt steht nichtsdestotrotz hinterher... ähnelt sich das natürlich mit dem, was wir gerade planen.
00:26:08: Deshalb kann man darauf grob antworten und
00:26:10: damit ergänzen.
00:26:11: Ich kann gerne sagen also zum Ingenieurbau kannst du dann wahrscheinlich wieder mehr sagen.
00:26:17: Also was jetzt passiert?
00:26:18: Mit Fragen wie seid doch fertig?
00:26:20: Ja der Rohbau wie Du grade gesagt hast es fertig.
00:26:24: Der Rohbau steht.
00:26:25: jetzt muss noch die Wohnungseinrichtung kommen.
00:26:27: Genau
00:26:28: da gibt's ja auch ein paar Installationen die fixiert sind und dazu gehören zum Beispiel Konsolen Also so wie Regale.
00:26:36: So alle, ich sag jetzt einmal mal zehn Meter ist rechts und links in dieser Röhre werden Streben angebracht wo eine Halterung für drei Kabel sind.
00:26:48: Wenn wir über Kabel sprechen und wir uns zu Hause umgucken dann hat so ein Kabel keine Ahnung vielleicht mal einen Durchmesser von fünf Millimetern oder sieben von mir aus die Kabel Tunnel liegen, die haben Durchmesser von ich würde sagen fünfzehn bis zwanzig Zentimetern und haben eben auch ein Gewicht.
00:27:11: Ich glaube, sechzig Kilo pro laufender Meter innen drin der Kern, den Strom transportiert dann eben auch noch eine Isolierung usw.
00:27:19: Und
00:27:20: das sind drei Phasenwechselstrohungen?
00:27:23: Genau!
00:27:23: Sind
00:27:24: auf jeder Seite des Tunnels drei Kabeln?
00:27:26: Genau, d. h. zwei Systeme mit jeweils drei, also einen System mit drei Kabelen.
00:27:32: Und diese Kabel werden eben auf diese, ich sag immer regalere, fachlich heißt es Konsole.
00:27:40: Oder Unterkonstruktionen?
00:27:43: Ja.
00:27:44: Gelegt und die Enden, die ungefähr einen Kilometer oder die Kabel wären ungefähr ... können transportiert werden auf einer Spule.
00:27:53: Das muss man sich auch mal vorstellen, diese Kabel
00:27:56: können,
00:27:56: obwohl sie so dick sind, auch gebogen werden und auf Spulen, auf Tiefladern transportiert wird aber eben wie gesagt mit einer maximalen Länge von einem Kilometer.
00:28:08: leicht sind es auch immer mehr Und die müssen verbunden werden.
00:28:13: Das sind sogenannte Muffen, die sind ungefähr drei Meter lang.
00:28:16: Ich erkläre das in der Regel so wenn ich auf dem Infomarkt zum Beispiel stehe dass das wie eine Lüsterklemme funktioniert.
00:28:23: Mit Edulier Wandhrun.
00:28:24: Weil
00:28:24: er holen ganz groß?
00:28:25: Nur ein ganz groß, genau!
00:28:27: Also irgendwie dieses Mufenbauwerk haben wir eben zusammen hier Südostlinch schon auch gesprochen.
00:28:31: Das ist ja schon eine Wissenschaft für sich weil es muss ja alles schön sauber sein sonst...
00:28:36: Genau, aber das ist im Tunnel natürlich auch noch mal was anderes als wenn ich halt einst Achtzig tief lege oder so.
00:28:46: Das ist also das, was jetzt eingebaut wird.
00:28:48: Wenn diese ganzen Konsolenregale-Konstruktionen eingebauen sind, dann muss auch Licht rein und es muss eine Tunnelbahn In dem Fall von der Kabeldiagonal ist das noch eine Einschienenhängebahn, damit eben Wartungsarbeiten nicht zu Fuß durch den Tunnel erfolgen müssen bzw.
00:29:06: da vielleicht auch eine Kamera einfach mal durchfährt und kontrolliert.
00:29:10: Da müssen die Kabel eingezogen werden dann müssen im Grunde genommen dieser Rohbau muss ja dann auch noch fertig gemacht werden.
00:29:18: Und schlussendlich der Schacht oder die Schächte, die wir haben müssen entsprechend ausgebaut werden und dann eben auch zugemacht werden.
00:29:31: Die liegen halt unter der Erde,
00:29:35: aber auch in Belüftungssystemen
00:29:37: sind ja
00:29:38: Leute die da arbeiten, die später die Wartungsarbeiten durchziehen.
00:29:41: Auch eine Treppe rauf- und runteridealerweise gibt es einen Aufzug in dem ein oder anderen Schacht damit man die dreißig Meter in die Tiefe nicht immer zu Fuß gehen muss Und im Fall von einem Notfall, den wir bisher Gott sei Dank in der Form auch nicht hatten eben schneller nach oben oder nach unten zu kommen.
00:30:01: Also es ist noch einiges zu tun.
00:30:04: bis zum Ende dieses Jahrzehnts soll das ganze Anlass die Kaisungen und Kabel-Diagonale in Betrieb gehen.
00:30:12: jetzt gucken wir ja als Netzbetreiber nicht nur auf die nächsten Jahre sondern Wir haben netzentwicklungsplan Prognosen, wie wird sich der Stromverbrauch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln?
00:30:25: Und die Prognose ist eben das Berlin.
00:30:27: Ich habe es ja Anfang gesagt aus verschiedenen Gründen.
00:30:30: Strom Verbrauch wird enorm zunehmen.
00:30:33: Es wird in Berlin weniger Kraftwerke geben als bisher.
00:30:37: Die Kohlekraftwerke sollen dann stillgelegt werden.
00:30:40: Das heißt, es muss aus dem Umland, aus der ganzen Region mehr Krom aus Windenergieanlagen, aus großen Solaranlagen in die Stadt
00:30:48: gebracht.
00:30:49: Von der Ostsee?
00:30:50: Also so richtig sauberer Ostsee.
00:30:54: Da kann man das an die Ostsee brieze dann eben an der Steckdose sozusagen erschnuppern.
00:31:01: also das fühlt dazu dass auch wir mehr bauen müssen.
00:31:03: von diesen Gabelprojekten von dem wie gesagt momentan eins im Bau ist so sieben Kilometer.
00:31:09: jetzt haben ja doch ein paar andere in der Pipeline.
00:31:11: und Bianca was sind denn das für Kabelprojekte, die wir jetzt in der Planung noch haben, die realisieren wollen.
00:31:18: Nicht heute und nicht morgen oder übermorgen aber irgendwann ab dreißiger Jahr.
00:31:23: Ja, uns ist das ja quasi übermorgend.
00:31:25: Das gefühlt
00:31:26: ist es schon eigentlich morgen.
00:31:27: Man glaubt immer gar nicht wie schnell die Zeit umgeht in so einer Planungsphase.
00:31:31: Genau!
00:31:32: Wir planen aktuell drei neue Kabeltunnel in Berlin.
00:31:36: Das ist einmal die kabelvertikale Berlin Süd aus Brandenburg im südlichen Berliner Raum, dann vorkämpft auch bis zum Umspannwerk Mitte.
00:31:50: Dann gibt es noch die Kabel-Diagonale.
00:31:53: Teufelsbruch Räuter jetzt hab ich's falsch rum natürlich gesagt.
00:31:58: Die wird unsere Umspannenwerke, Reuter und ein Teufelbruch wie der Name schon
00:32:03: sagt.
00:32:03: Das ist auch ein Ersatzneubau weil da gibt es ja dieses besagte alte Kabel.
00:32:09: das wird ersetzt durch diesen Neuen Tunnel dann.
00:32:12: Genau, das bringt dann mehr Stromtragfähigkeit.
00:32:15: Sobald das Projekt auch ans Netz gegangen ist, da reden wir über Roundabout auf wieder sieben Kilometer.
00:32:23: und dann gibt es noch die Kabelwertik Halle Berlin Nord.
00:32:26: Das ist der Bereich, der vom Umspannberg Reuter bis ganz in den Norden Richtung Malchow geht.
00:32:31: Mehr so eigentlich am Nerd ein bisschen an einer Peripherie?
00:32:36: Ja!
00:32:37: kann man so sagen, genau.
00:32:39: Und da reden wir über zwanzig Kilometer.
00:32:42: in der Summe der Ereignisse sind die drei Projekte, die wir gerade im Planung haben, vierzig Kilometer lang also sprich einmal quer durch Berlin
00:32:52: alles unterirdisch
00:32:54: und das sind sehr herausfordernde und spannende Projekten, viel Zeit kosten und auch viel Spaß bringen.
00:33:04: Aber deshalb auch dieses Nicht-Heute-und-Nicht-Morgen.
00:33:07: für uns ist es gefühlt morgen, wenn man vierzig Kilometer durchplanen muss dann sind knappe vier Jahre bis wir anfangen wollen zu bauen wirklich nicht mehr.
00:33:17: Ich bin nicht so gut im Kopf rechnen aber das sechsfache von dieser aktuellen Kabel, also schon nach Hause nochmal.
00:33:24: Jetzt lernt man ja immer aus vorangegangenen Projekten.
00:33:28: was wird man denn technisch?
00:33:30: gesehen?
00:33:30: jetzt über die Planung.
00:33:32: Da kann man gleich noch mal sprechen, aber oder Genehmigung?
00:33:35: Was sind denn so technische Learnings, die man aus den bestehenden oder jetzt im baubefindlichen Tunnelprojekten mitnimmt?
00:33:42: und was wird man da anders machen?
00:33:45: Ich glaube, da gibt es sicher einiges, wovon man partizipieren kann.
00:33:50: ganz spannend ist dass wir mit einem anderen Innendurchmesser ja schon in die Planungen gehen also die Tunnel werden ein Stück größer.
00:33:57: Allein schon Britta hat vorhin die Einschienenhängebahnen erwähnt.
00:34:01: Wir werden versuchen, die Tunnelbahn schienengebunden auf dem Boden zu machen damit sie schneller fahren kann.
00:34:08: Also eine Bahn, die an der Decke hängt, darf nicht und ist ein Bummelzug kann ich so schnell fahren.
00:34:14: einerseits auch noch andere Themen.
00:34:16: das heißt wir versuchen ein bisschen mehr Platz reinzukriegen.
00:34:19: Das ehrlicherweise kommt aber auch ein Stück weit aus neuen technischen Richtlinien, die uns einfach diktieren.
00:34:25: Dass wir beim Untertagebau mehr Platz brauchen.
00:34:28: Also jetzt um zum Beispiel im Fall von Unfällen?
00:34:30: Dass man schneller rankommt an verunfallte Personen oder bautechnischen Gründen oder dass die Bergarbeiter mehr Platz haben für die...
00:34:39: Es ist ehrlich gesagt die Summe von vielen Themen.
00:34:42: du hast eine Menge aufgeführt das trifft ganz gut zu.
00:34:46: Es geht darum, einen anderen Platz bedarf zu haben für Rettung.
00:34:49: Es geht da drum, den Arbeitsbereich anders ausbilden zu können und hinterher ist es einfach auch für die Nutzung ein riesen Vorteil für uns, weil bei der Kabeldiagonale aufgrund des engen Durchmessers oder Indurchmesser war's auch erforderlich zum Beispiel die Schachtabstände sehr kurz zu wählen.
00:35:10: Da sind ja immer nur alle zwei Kilometer ungefähr.
00:35:12: Ist dann Schacht bei der Kabeldiagonaler?
00:35:15: Genau.
00:35:16: Das bedingt so ein bisschen, dass der Bummelzug, der da eingebaut wird einfach ein Bummelzug ist.
00:35:21: D.h.,
00:35:22: ich brauche immer eine gewisse Zeit bis ich zur nächsten Schacht komme.
00:35:25: Wenn ich eine schnellere Bahn einbauen kann, kann ich auch längere Strecken überbrücken.
00:35:29: und jetzt kann man sich vorstellen in Berlin alle zwei Kilometer ... Ein Grundstück für einen großen Schach zu finden ist nicht ganz so einfach bei vierzig Kilometern Tunnel d.h.
00:35:41: Der ICE den wir da einbauern möchten.
00:35:44: Der hilft uns allen.
00:35:45: Also nicht nur uns im Projekt, sondern auch der Stadt, weil wir nicht ganz so viel haben.
00:35:49: Aber den ganzen Anwohnern
00:35:50: ... Wir werden mit dieser neuen Tunnelbahn nicht der BVG-Konkurrenz machen.
00:35:54: Sie können keine Passagiere mitfahren.
00:35:56: Es gibt auch keine U-Bahn-Hilfen von
00:35:59: daher.
00:35:59: Genau!
00:36:00: Das ist kein Zusteigen und Umsteigen.
00:36:03: Da sitzen dann... wie viele Leute?
00:36:05: Vielleicht zwei, drei, vier?
00:36:07: Ja
00:36:07: also das sind da ja Erwartungspersonal oder ein Standhaltungsppersonal was da rein darf.
00:36:12: Natürlich wird das, wenn wir der BVG keine Konkurrenz machen.
00:36:17: Wie viele Schächte haben wir jetzt bei der aktuellen Kabeldiagonale die wir bauen?
00:36:21: Den einen hatten wir schon übergesprochen im Tiergarten, ne?
00:36:24: Das
00:36:24: sind insgesamt vier!
00:36:25: Wir haben ein Anfangsschacht...
00:36:28: ...eine Autobahn, dort so ein paar Kleingärtner da aber keine Wohnbebauung in der Nähe.
00:36:34: Der nächste ist auf unserem eigenen Grundstück beim Umspannenwerk.
00:36:37: Das ist beim Umspannenwerk
00:36:38: Charlottenburg.
00:36:39: dann haben wir eben Tiergaten Verkehrsbeeinträchtigung war.
00:36:44: Tatsächlich, wir hatten auch ab und zu mein Thema mit dem einen Haus im Hansa Viertel die halt auch noch dran sind aber auch das konnten wir in einem guten konstruktiven Dialog mit abräumen.
00:36:57: Und dann auch aufm eigenen Grundstück am Umspannwerk Mitte.
00:37:00: allerdings eigenes Grundstuck hört sich immer erst mal super an.
00:37:04: Es ist aber einer sehr kleinen Straße mit sehr vielen Nähe zu den dort lebenden Menschen.
00:37:10: Ja, das war dann schon auch noch eine
00:37:11: Herausforderung.
00:37:12: Aber solch ich sag mal, wenn ihr glücklichen Umständen wird man dann bei vierzig Kilometer nicht durchgängig?
00:37:19: Wie gesagt Gott sei Dank irgendwie.
00:37:21: oder ziehen wir nicht Gott sei dank sondern allen daran beteiligten größere Abstände zwischen den Schächten und damit einfach mehr Möglichkeiten.
00:37:31: Ich glaube, man kann sagen ...
00:37:33: Die aber schon eingeschränkt genug sind.
00:37:35: Das ist richtig!
00:37:35: Aber es haben sich wahnsinnig viele durchaus kluge Leute damit beschäftigt und es gab eine Zeit da haben wir immer vom Kopf der Hydra gesprochen weil wir unglaublich viele verschiedene Varianten untersucht haben und geschaut haben wo gibt's überhaupt Grundstücke die in Frage kommen könnten?
00:37:53: Und daraus entwickelt man dann nach und nach und schaut okay was sind das für Betroffenheiten?
00:37:59: geht das technisch, da gibt's verschiedenste Abhängigkeiten.
00:38:03: Und so haben wir uns Stück für Stück vernünftigen Grundstücken oder auch Abstände genähert und wir sind ja noch in der frühen Phase.
00:38:13: aber ich glaube dass was wir jetzt bis hierhin erreicht haben in allen drei Projekten ist schon ... Auch für die Bevölkerung also für uns für die Bevölkerung auch für die Wirtschaftlichkeit schon ein sehr guter Schritt nach.
00:38:25: Also plant man da unterirdisch mehr?
00:38:28: Luftlinie, also kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist die gerade.
00:38:33: oder sagt man na ja da kann man Schacht hinsetzen.
00:38:36: Da könnte man schachthinsetzen und dann fährt man sozusagen mit der Tunnel-Vortriebsmaschine von Schacht zu Schacht.
00:38:42: so zick zack?
00:38:43: Oder wie is' da die?
00:38:45: Es ist eine Mischung aus Beiben wenn man ehrlich ist.
00:38:48: Also grundsätzlich gilt es immer den kürzersten Weg zu finden weil das einfach auch der wirtschaftlichste Weg.
00:38:54: dann
00:38:55: Was auch wichtig ist bei so einem Tunnelprojekt?
00:38:57: Absolut, mit einer der größten Prämissen natürlich.
00:39:00: Nichtsdestotrotz gibt es dann äußere Rahmenbedingungen wo man dann schauen muss.
00:39:04: okay auf der direkten gerade haben wir jetzt vielleicht überhaupt kein Grundstück alle drei vier fünf Kilometer und dann muss man ein bisschen anfangen zu schauen.
00:39:13: deshalb sage ich Kopf der Hydra weil die Pläne die es da gab sie sehen halt wirklich aus wie einen Schlangenkopf und dann schichtet man ab und schaut was funktioniert.
00:39:23: Dazu kommen noch so ein bisschen technische Einschränkungen.
00:39:26: So eine Tunnelvortriebsmaschine kann eben kein Zickzack fahren.
00:39:30: Da ist man ja, wenn man da drin sitzt unten jetzt mal, ich stelle mir vor, ich bin der Tunnelfahrer.
00:39:36: Ich kann hier gar nichts sehen.
00:39:36: also das ist ja dunkel.
00:39:39: Vor der Hacke ist
00:39:40: dunkel!
00:39:41: Das ist für mich faszinierend.
00:39:43: wie komme ich überhaupt dahin wo ich hin will?
00:39:50: Funktioniert
00:39:52: in der Schiefe nicht.
00:39:53: Eben, ja!
00:39:54: Kein Empfang?
00:39:55: Kein Wähler?
00:39:56: Also wie wird das denn gesteuert?
00:39:58: und wie läuft es mit der Orientierung?
00:40:01: Das wäre ja verteilt.
00:40:02: wenn dann das blöderweise dann zehn Meter neben dem geplant
00:40:07: ist für
00:40:07: Schacht.
00:40:08: Schadesschaffs
00:40:10: vielleicht nur
00:40:11: halb.
00:40:12: Muss man Haus abreißen weil da jetzt der Schacht, weil man sich verfahren hat... Ja genau, fangen wir noch mal an.
00:40:19: Ist aber auch kennt man ja von Booren zu Hause.
00:40:21: ne?
00:40:21: Du willst setzt neu an im gleichen Bohrloch das geht immer daneben.
00:40:25: also das muss schon irgendwie passen.
00:40:27: Und zwei
00:40:27: Zentimeter daneben triffst du nämlich die Leitung.
00:40:31: Das wäre bei uns dann auch in der Höhlenlage.
00:40:35: Für die Tunnelbahn wär es interessantes Abenteuer denn später wenn man so rauf und runterfährt.
00:40:41: Wie behalten die die Orientierung?
00:40:45: Dafür gibt es tatsächlich Vermessungsgeräte.
00:40:48: Da werden überall Messpunkte gesetzt, über die sich dann vorne der Mensch, der die Maschine bedient orientieren kann.
00:40:56: Es gibt so spannende Geräte wie in Theodoliten, über dem man schauen kann, wo bin ich?
00:41:02: Bin ich an der richtigen Stelle?
00:41:04: bezogen auf den letzten Punkt?
00:41:06: Wir gehen am Schacht los und dann wird Stück für Stück immer geguckt.
00:41:10: Ich bin noch auf einem richtigen Weg!
00:41:13: Und wie wird das gelenkt?
00:41:15: Wie wird es gelenkt, also er hat keinen Lenkrad im klassischen Sinne.
00:41:19: Ich müsste jetzt lügen, ich glaube ist ein Hebel.
00:41:21: Du bist so wie ein kleiner Computer.
00:41:22: Genau und du hast da so Hebel...
00:41:24: Das
00:41:25: Schneidrad wird dann irgendwie
00:41:26: ausgerichtet.
00:41:27: Ja genau.
00:41:28: Okay, wie schnell ist die Masche?
00:41:30: Wie viel borten die da so pro Tag?
00:41:32: Es hängt ein bisschen auch davon ab, wie eingespieltes Team ist muss man sagen.
00:41:39: Man schafft so, Britta korrigier mich aber zwischen zehn und fünfzehn Meter am Tag.
00:41:45: Ist gut läuft auch noch zwanzig oder?
00:41:47: Genau, aber das
00:41:48: ist dann wirklich
00:41:48: ... Im Mittel kann man eigentlich konservativ
00:41:51: sagen, zehn Liter.
00:41:52: Dann
00:41:54: wird er mal richtig
00:41:55: gaskriegen.
00:41:55: Na ja, die haben ja also der Trio
00:41:57: vor.
00:41:57: Ganz verfahren sie sich aber!
00:41:58: Hat
00:41:58: keinen Wochenende in dem Sinne.
00:42:00: Achso okay.
00:42:02: Die arbeiten ja durch im Beitrag rund.
00:42:05: Gut.
00:42:06: Noch mal zu den neuen Tunnelbauprojekten, Britta.
00:42:10: Die sind ja noch nicht im Bau wie wir gerade erfahren haben.
00:42:12: Wir planen aber welche Gnimmungsschritte sind denn da erforderlich?
00:42:17: Was muss da gemacht werden damit wir überhaupt am Ende das Recht haben mit der Tunnelbohermaschine durchzurasen?
00:42:24: Mit fünfzehn Meter pro Tag.
00:42:27: Durchzurasend!
00:42:28: Ja es ist tatsächlich wenn man sich überlegt was sie da schafft dass das ja schon Wo ich aus schnell war ja im gleichen Zug auch eben die Tübingringe zusammengesetzt werden und diese Röhre gebaut wird.
00:42:41: Von daher, also ich finde es nach wie vor faszinierend, wer sich das ausgedacht hat wirklich Respekt.
00:42:48: Auf welche Grund?
00:42:49: Also vielleicht fangen wir erstmal an.
00:42:50: was für eine Grundlage haben wir überhaupt damit das gebaut werden darf.
00:42:54: Genau!
00:42:54: Wir haben in Deutschland den sogenannten Netzentwicklungsplan wo unterschiedliche Szenarien von allen Übertragungsnetzbetreibern verteilen.
00:43:03: als Betreiber unterschiedliche Szenarien dargestellt werden.
00:43:07: Wie entwickelt sich der Strombedarf, die Stromerzeugung und dementsprechend leitet sich daraus ab?
00:43:15: Was brauchen wir an Übertragungs-Netzkapazitäten?
00:43:20: Wo muss vielleicht umgebaut werden, wo muss neu gebaut werden?
00:43:24: und wo neu gebaut wird, wird in der Regel dann auch rückgebaut was vorher da war.
00:43:32: Das ist so der erste Schritt.
00:43:34: Und diese Szenarien werden eben auch von einer Bundesnetzagentur entsprechend bewertet und dann gibt es eben Projekte, die in den Netzentwicklungsplan geschrieben werden, andere, die zurückgestellt werden oder wo es denn eben auch noch mal ein Szenario gibt was vielleicht nicht so eindeutig ist.
00:43:53: Es wird alles geprüft, es gibt auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung dazu, eine Konsultation.
00:43:59: Dann gibt es das Bundesbedarfsplanengesetz, was in unserem Fall also?
00:44:04: wir sind im Netzentwicklungsplan.
00:44:07: Wir sind im Bundesbedarfesplanen-Gesetz mit dem gesamten Vorhaben, was eben aus Bianca Follon sagte Kabel diagonale, kabelvertikale Wellen in Süd und Nord plus auch die Netzverstärkung.
00:44:20: Telto Flemingfeld hat unter und noch ein weiterer Punkt Bistofs Wilheide Unter Vorhaben, Simon-Achzig bei der Bundesnetzagentur zu finden.
00:44:32: Großes
00:44:32: Berlinpaket?
00:44:33: Genau die Versorgung von Berlin, was den Strom angeht und das Bundesbedarfsplan Gesetz ist im Grunde genommen der Auftrag an uns, die Infrastruktur bauen zu müssen.
00:44:47: Du kannst es nicht aussuchen können.
00:44:48: Ist ja schön dass da drin steht aber ehrlicherweise haben wir jetzt keine Lust dazu.
00:44:51: Wir haben keine Maschine, wir haben keine Leute machen wir nicht.
00:44:54: Das steht da drin.
00:44:55: Und
00:44:56: es
00:44:57: ist
00:44:57: halt auch ein Projekt von sogenannten übergeordneten Interessen, weil's eben um die Versorgung der Hauptstadt geht plus
00:45:06: auch
00:45:07: die Verbindung von Erzeugungen dahin wo der Verbrauch ist und selbstverständlich Berlin wächst.
00:45:13: wie du vorhin auch gesagt hast gibt diverse Faktoren auch was Bianca alles mit noch ins Spiel gebracht hat und damit haben wir diesen Auftrag Und müssen dann angucken, wie geschaffen wir es in der Zeit?
00:45:29: Die uns dafür zur Verfügung steht eine vernünftige solide Planung auch zu kommen.
00:45:34: Es gibt eben Vor- und Haussuchungen die gemacht werden müssen.
00:45:39: Wir sprechen eben auch mit den Berliner Behörden.
00:45:42: das ist ja so ein bisschen so sagt das ja vorhin auch.
00:45:46: Beispiel Gleichstromleitung da sind wir auf dem Land unterwegs hier in Berlin haben war quasi analog die Landesbehörden und Bezirke ins Senat.
00:45:56: Und wie gesagt, Bezirksemter.
00:45:59: Mit allen müssen wir uns entsprechend auseinandersetzen.
00:46:03: Aber haben wir da was in der Hand?
00:46:04: zum Planfeststellungsbeschluss?
00:46:07: Den erarbeiten wir ja gemeinsam.
00:46:10: Den haben wir noch nicht.
00:46:15: Verfahrensführende Behörde.
00:46:16: Also nicht die Berliner Behörden, sondern diesmal ist es die Bundesnetzagentur?
00:46:21: Genau.
00:46:22: und nichtsdestotrotz sind wir ja eben in der Stadt und haben diverse Planungsprämissen, die wir auch einhalten müssen und die wir nachweislich befolgen oder beachten müssen.
00:46:37: das geht über naturschutzfachliche Belange eigentumsrechtliche Wasserschutz, Straßen und Grünflächen.
00:46:45: Denkmalschutz empfohlen auch ganz ausgelassenen.
00:46:49: Berlin hat viele Brücken und diese Brückenfundamente gehen eben auch sehr tief.
00:46:53: Und da muss man schauen wie ist das mit der Statik?
00:46:58: Wenn wir darunter durchwollen müssen wir eben auch darüber sprechen.
00:47:01: es gibt viele Dinge zu beachten und mit vielen Behörden auch zu sprechen Und da eben auch eine Möglichkeit zu finden, wie können wir Wohren Schacht unter anderem auch gut
00:47:14: vertreten.
00:47:14: Wie ist unser Zeit, wo wir mit diesen Planfeststellungsverfahren starten?
00:47:19: Das ist ja dann auch wieder ein Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen.
00:47:22: Es muss ausgelegt werden, es muss öffentlich zugänglich sein die Dokumente und so weiter.
00:47:29: Na zur Vorplanung... oder beziehungsweise sind halt gerade noch dabei, alles zusammenzutragen was wir in den Planfeststellungsantrag quasi schreiben und daran arbeiten wir eben gerade in unterschiedlichsten Disziplinen.
00:47:47: Genau man kann vielleicht sagen Wir brauchen natürlich eine fundierte Planung Und es ist natürlich auch allen geräufen wenn wir mit den Beteiligten also auch mit den Behörden Bezirks in Art da eine gewisse Einigkeit herstellen.
00:48:00: Das sind alles Themen, die bearbeiten wir gerade und wir gehen davon aus dass wir... ...twanzig, neunundzwanzig in die Verfahren dann tatsächlich gehen beantragen können.
00:48:10: Wir müssen jetzt schauen wie die Planung vorangeht und wie wir auch gemeinsam Lösungen finden können.
00:48:17: Deshalb das was Gritter eben ausgeführt hat ist wahnsinnig wichtig.
00:48:21: Wir sitzen mit allen Behörden am Tisch, wir sprechen mit allen, wir haben eine große Behördekonferenz vor anderthalb Jahre, glaube ich.
00:48:27: Genau,
00:48:28: september hier inzwischen.
00:48:29: Also wir beteiligen alle sehr, sehr früh damit wir den Input auch in die Planung bekommen und man quasi schon so ein bisschen geschlossen gemeinsam zur genehmigungsführenden Behörde gehen kann und auch die Auslegung der Öffentlichkeit dann machen kann.
00:48:43: Und auch da sind wir auch bei der Öffentlichkeit sehr darauf bedacht, alle früh mit einzubeziehen also auch die Anwohner, die Betroffenen früh zu informieren.
00:48:52: Dann machen wir Infomärkte und bieten da Möglichkeiten uns zu kontaktieren, um mal Hinweise mit aufnehmen zu können.
00:49:01: Und so der jetzt sehr lange Zeitstrahl?
00:49:05: Wie lange wird das dann ab heute so dauern bis die erste dieser neuen Tunnel tatsächlich in Betrieb gehen kann?
00:49:11: Gibt es schon eine vage Vorstellung?
00:49:14: Oder auch vielleicht eine konkrete.
00:49:16: Gibt
00:49:16: ein Benchmark, um das wir rumtanzen?
00:49:18: Also wir werden... Genau!
00:49:20: Wir gehen davon aus dass wir das erste Tunnelprojekt von den dreien Ende der Dreißigerjahre ans Netz bringen.
00:49:27: Das ist so'n bisschen die Zielstellung und wir haben drei Projekte und drei Projektleiter Und wir sind alle unter Volldampf dabei und gucken mal Wer als erstes den Stecker an die Steckdosen stecken.
00:49:40: Also es wäre schön, wenn Britta und ich jetzt schon ein bisschen älter darf man sagen, werden wir dann auch eingeladen werden noch
00:49:45: zu
00:49:46: Retriepen und Feier.
00:49:47: Und du, dein persönliches Ziel das selber?
00:49:52: Absolut!
00:49:54: Ich werde dabei sein, wenn alle im Projekt in Betrieb gehen.
00:49:57: Ich glaube da spreche ich für alle drei Projektleiter.
00:50:00: Wir werden alle dabei sein und können's kaum erwarten Und wir geben uns ganz viel Mühe, das sehr zügig zu machen.
00:50:07: Aber es birgt natürlich eine Menge Herausforderungen.
00:50:10: Deshalb muss man ein bisschen realistisch sein.
00:50:12: Wir reden da über viele Jahre Bauzeit und natürlich auch noch ein komplexes Genehmigungsverfahren.
00:50:18: Aber wie gesagt, wir versuchen sehr frühzeitig alle mit einzubeziehen um da hoffentlich eine gute Grundlage zu schaffen.
00:50:26: Letzte Frage vielleicht Fankfrage?
00:50:30: Du hast ja schon gesagt die Projekte heißen Vertikale.
00:50:33: ne Vertikale ist ja für mich eher so ein.
00:50:35: Ist das nicht sowas Abschüssiges?
00:50:37: Von oben
00:50:39: nach unten, oder?
00:50:41: Na ja,
00:50:42: wenn man auf Berlin drauf guckt.
00:50:45: Es gibt die Diagonale.
00:50:48: Genau wir haben einen Prozess angestoßen im Haus und haben gesagt okay lass uns mal eine Namensfindung angehen mit ganz vielen Kollegen Ideen gesammelt und haben die auch später ausgewertet.
00:51:06: Und ... Die Vertikale ist zumindest bei der Süd relativ zutreffend, weil sie ziemlich genau von Berlins Mütter Richtung Süden geht.
00:51:13: Also galantief vertikal!
00:51:17: Bei der
00:51:17: Nord,
00:51:18: ja?
00:51:19: Stimmt das nicht so richtig?
00:51:20: Gut aber es klingt aber gut.
00:51:22: Aber jedes Kind braucht einen Namen und wir haben uns dann auch dafür entschieden, die beiden Projekte näher beieinander zu lassen vom Marm, um eine Gezugehörigkeit einfach auch darstellen zu können.
00:51:33: Auch wenn sie ein bisschen gebobene Vertikate... Nicht geschwäge-wertig!
00:51:39: Ich fählte
00:51:40: uns ja eines Tages noch was anderes dazu ein, aber ich glaube...
00:51:44: Na es muss ja dann auch...
00:51:45: Mir fällt auch nichts ein.
00:51:47: Wie bei all diesen Tunnelbauprojekten muss es ja auch eine Tunnelpartien geben.
00:51:52: für die jetzige Gabel-Dian gibt's eine Tunnelpartin, das ist unsere jetzige Wirtschaftsinatorin Franziska Giffey und vielleicht dann gibt es ja zukünftig auch noch Tunnelpatien.
00:52:01: Vielleicht haben die auch noch gute Ideen für einen Namen.
00:52:05: Wir werden sehen!
00:52:06: Ja, das war's für heute.
00:52:08: Vielen Dank fürs Gespräch und danke dass ihr mich auf diese Reise mitgenommen habt in den Berliner Untergrund, auch wenn wir hier schön gemütlich im Besprechungsraum bzw.
00:52:19: im Studio gesessen haben werden schon gesagt, Besichtigung der bestehenden und zukünftigen Tunnelanlagen sind übrigens nicht möglich aus Sicherheitsgründen.
00:52:28: Auch Fahrten mit der Tunnelbahn wären wir heute auch in Zukunft nicht anbieten können.
00:52:33: Wäre vielleicht eine Berliner Attraktion mit Sicherheit wäre es ne Attraktion aber geht nicht.
00:52:38: Übrigens nicht wegen der magnetischen Felder die da unten herrschen.
00:52:41: Die sind vollkommen unbedenklich.
00:52:42: man kann übrigens auch die Hand drauf legen auf diese Kabel das wird so ein bisschen warm aber auch noch ganz bisschen sondern wegen der allgemeinen Sicherheitsvorschriften und der Sicherheitslage.
00:52:51: Also wer unterirdisch in Berlin unterwegs sein will, und eben kein Elektronen ist, der muss auch in Zukunft die U-Bahn oder S-Bahnen benutzen.
00:52:58: Die
00:52:58: ist auch viel bequemer!
00:52:59: Die ist auf jeden Fall eine Einsteigenwahl.
00:53:03: Und schneller!
00:53:04: Und man
00:53:04: braucht keinen Helm.
00:53:05: Außerdem
00:53:06: keine Arbeitssicherheit.
00:53:07: Keine
00:53:07: Arbeitssicherung.
00:53:08: Alles viel besser.
00:53:10: Das war es für heute von der Fünfzig Herz Baustelle.
00:53:13: Bleibt gerne diesen Podcast treu.
00:53:15: Macht Werbung dafür im persönlichen Gespräch oder auf euren Social-Media-Accounts.
00:53:20: Bis zum nächsten Mal, euer Volker
00:53:34: Gustett!
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